Der Einjährige Beifuß, wie die Artemisia hierzulande auch genannt wird, zählt definitiv zu den stärksten mir bekannten Heilpflanzen. Der Wirkstoff ist hierbei das enthaltene Artemisin. Die Einnahme bzw. Darreichungsform ist möglich als Tee, Tropfen oder Kapseln bzw. Pulver.
Tatsächlich ist die Artemisia allgemein noch gar nicht so wirklich bekannt, dabei ist ihre Heilwirkung außerordentlich und hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Sie wird bereits mit großem Erfolg insbesondere bei Malaria eingesetzt (auch bei Säuglingen). Aber auch bei Krebs zeigt sie eine sehr gute Wirksamkeit. Sie kann eigentlich bei fast allen Krankheiten bei Jung und Alt angewandt werden und das ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Sie wirkt außerdem antioxidativ, antibakteriell sowie antiparasitär. Ein Allroundtalent sozusagen. Nimmt man Artemisia annua zusammen mit etwas eisenhaltigem ein, wird die Wirkung um ein Vielfaches verstärkt.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist dieses Heilpotenzial schon schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt. Dort wird der Einjährige Beifuß zur Stärkung der Immunabwehr sowie gegen fieberhafte Erkrankungen und Entzündungen eingesetzt.
Insgesamt sind über 600 gesundheitlich besdeutsame Inhaltsstoffe in der Pflanze zu finden. Zu den wichtigsten neben Artemisinin gehören:
Flavonoide, Menthol, Cumarin, Thymol, Beta-Sitosterol und diverse ätherische Öle.
Die meisten dieser Inhaltsstoffe sind gut erforscht und haben unterschiedliche positive Wirkungen auf unseren Körper. Flavonoide sind zum Beispiel für ihre antioxidative Wirkung bekannt, Thymol wirkt antiseptisch und stark antibakteriell, antiviral, pilz- und parasitenbekämpfend.
Unterschied zum “gemeinen” Beifuß
Der einjährige Beifuß sollte nicht mit dem gewöhnlichen Beifuß „Artemisia vulgaris“ verwechselt werden. Dieser wächst hierzulande und ist als Küchengewürz bekannt. Aber auch diesem werden tatsächlich ebenso lindernde Wirkungen, vor allem bei Verdauung und Völlegefühl, zugeschrieben. Jedoch nicht zu vergleichen mit dem medizinischen Nutzen der Artemisia annua.
Einsatz in der westlichen Medizin
Forscher haben in den letzten Jahren die Auswirkungen von Artemisinin und anderen Inhaltsstoffen auf Krebserkrankungen untersucht. Es gibt bereits eine wachsende Anzahl von Studien, die positive Wirkungen von Artemisinin und seinen Derivaten in der Krebstherapie aufzeigt.
Das Prinzip ist hierbei ähnlich wie bei der Bekämpfung von Malaria: Die schädlichen Krebszellen werden durch freie Radikale aufgefressen, die zur Entstehung auf reaktives Eisen angewiesen sind.
Laut einer Studie des Max-Planck-Institut soll die Heilpflanze dank ihrer antiviralen Wirkung auch bei Covid-19 eingesetzt werden können.
Die Einnahme über mehrere Monate ist allerdings nicht zu empfehlen, da ein Gewöhnungseffekt eintreten und somit keine Wirkung mehr erzielt werden kann. Spätestens nach sechs Wochen sollte eine mindestens einwöchige Pause eingelegt werden, bevor die Therapie fortgesetzt werden kann.
Weitere Informationen findet ihr im Buch „Natürliche Medizin in den Tropen“ von Dr. Hans Martin Hirt. Er hat viel auf diesem Gebiet geforscht und sogar einen eigenen Hybrid gezüchtet, der eine noch bessere Wirkung erzielt. Die Samen können direkt bei ihm bestellt werden.















